Schützenhut

Geschichte

 

In Bad Tölz gab es schon vor dem ersten Weltkrieg mehrere Blaskapellen. Überliefert ist der Bestand einer Bürgerwehrkapelle und eines Musikverein Tölz. Eine der frühesten Aufzeichnungen findet sich bei den Winklern in Kreuth.

Das Fest: Fahnenweihe am 28. Mai 1893
"Früh 4 Uhr verkündeten Böllersalven den Tagesanbruch. Die Witterung schien sehr zweifelhaft. 6 Uhr 30 sammelten sich schon die ersten Mitglieder im Vereinslokal. Um 8 Uhr kam die bestellte Musikkapelle Diemer aus Tölz. 8 Uhr 15 kamen der Patenverein, der Burschen Krank. Unterst. Verein und der Veteranen Krieg. Verein mit Musik. Hernach der Arb. Kr. Unterst. Verein Tegernsee. Währenddessen kamen auch die Fest-Jungfrauen angefahren (…)" 

Die Diemermusi in Faschingsuniform
Die Diemermusi in Faschingsuniform

Nach dem ersten Weltkrieg fanden sich ca. 10-13 Musikanten zu einer typisch neunstimmigen Blasmusik zusammen, die der Kapellmeister Anton Diemer aus Wildbad Kreuth leitete. Diese Kapelle spielte ohne Namen zu kleineren Veranstaltungen und Jahrtagen auf. Konzertauftritte aus dieser Zeit sind nicht bekannt.

Im Winter 1923 übernahm der ehemalige Militärmusiker Hubert Kaltenmarktner im Vereinslokal Schaftlerbräu die Leitung der Kapelle. Er war ein leutseliger Vollblutmusikant, der viele Instrumente beherrschte und somit auch die Jugend für die Blasmusik begeistern konnte.
Mit viel Einsatz und Zeitaufwand wuchs die Kapelle in kürzester Zeit zu einer Konzertmusik heran, die nicht nur aus Musikern der Stadt Bad Tölz bestand. Es kamen auch Spielleute aus den umliegenden Gemeinden Gaißach, Lenggries, Wackersberg, Reichersbeuern und Arzbach nach Tölz, um unter einem Dirigenten zu musizieren. Nach dem Dirigenten- und Vereinslokalwechsel - vom Schaftlerbräu in den Grünerbräu - blieben von der vormaligen Diemermusi nur fünf Mann der neuen Formation unter Kaltenmarktner treu.
Mit großem Probeaufwand - bis zu dreimal wöchentlich - bewährte sich die Kapelle und wurde am 27. Juli 1924 feierlich vom 1. Bürgermeister Stollreither und dem Stadtrat zur Stadtkapelle ernannt.

Die handgemalte Prunkurkunde von Ferdinand Schiedermaier

Die handgemalte Prunkurkunde von Ferdinand Schiedermaier

Durch Beschluß des Stadtrats vom 25. Juli 1924
wurde der unter der bewährten Leitung des
Kapellmeisters Hubert Kaltenmarktner
zusammengetretenen Musikkapelle zur
Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen
und zur Aufmunterung für weitere er-
sprießliche Musikpflege in
unserer Stadt die offizielle Bezeichnung
"Tölzer Stadtkapelle" verliehen.

Dies beurkunden durch eigen-
händige Unterschrift:

Tölz den 27. Juli 1924.

1. Bürgermeister     2. Bürgermeister
   Stollreither              Moralt

Schon zu diesem Stiftungsfest erschien die Kapelle in der heute noch üblichen historischen Tracht, denn das Gründungsmitglied Sedlmayer drang darauf, dass eine einheitliche, aber auch schon damals historisch nachgewiesene Tracht angeschafft werde. In dieser Sache wurde bei allen in der Umgebung bestehenden Schützenkompanien nachgeforscht, welche Uniform geeignet wäre (die Tölzer Schützenkompanie war zu diesem Zeitpunkt noch nicht wiedergegründet). So stieß man dann auf einen langen, braunen Rock und einem dazu passenden schwarzen Stopselhut, die beide laut dem Trachten-Informations-Zentrum in Benediktbeuern aus dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts stammen und der Biedermeierlichen Mode angehören. Nach diesen Modellen fertigten der Tölzer Schneidermeister Huber sen. und der Tölzer Hutmachermeister Schöttl die Uniformen an. In einem damaligen Zeitungsbericht über die Tracht der neuen Tölzer Stadtkapelle hieß es:

„Der lange, gut geschnittene Rock, dessen Ärmel das Tölzer Stadtwappen ziert, die reiche Weste, der hohe, spitze Hut (Stopselhut), die kurze Lederhose und die festen Wollstrümpfe stimmen gut zusammen.“

Die Tölzer Stadtkapelle zur Gründung 1924 ©Quelle Stadtarchiv Bad Tölz
Die Tölzer Stadtkapelle zur Gründung 1924 ©Quelle Stadtarchiv Bad Tölz

Der Probenaufwand lohnte sich, die junge Kapelle wurde bald zu einer gefragten Einrichtung. Hier einige Beispiele:

- Am 5. Mai 1925 ist die Tölzer Stadtkapelle Festmusik zur Eröffnung des Deutschen Museums in München.
- Vom 18–22 Juli 1928 beteiligt sie sich mit ca. 35 Mann am 10. deutschen Sängerfest in Wien.
- Im Juli 1932 Konzertreise nach Traunstein, Berchtesgaden und Bad Reichenhall.
- Im Sommer 1932 wirken die Musiker bei den Aufnahmen des Kinofilms Schützenkönig in München mit, und fahren anschließend mit 25 Mann zur Welturaufführung in Augsburg und den Filmpremieren in Berlin und Dresden.
- 1937 unternimmt die komplette Kapelle einen Ausflug nach Helgoland.

Aus der Zeit während und nach dem zweiten Weltkrieg ist leider nicht viel in Erfahrung zu bringen.
Als die Stadtkapelle zur Gaukapelle umfunktioniert werden sollte, traten viele Mitglieder aus dem Verein aus.
1946 fanden sich ehemalige und neue Musiker zusammen und begannen unter der Leitung von Anton Zeller wieder mit der Probenarbeit. 
Die Hauptaufgabe der Tölzer Stadtkapelle ist seither die Mitgestaltung der kirchlichen und weltlichen Feste der Stadt Bad Tölz und ihrer Vereine. Die monatlichen Konzerte im Tölzer Kurhaus sind zu einer festen Einrichtung geworden. Hierbei überwiegt die konzertante Blasmusik, wie sie auf der ersten CD Auf nach Tölz zu hören ist. Die Marschmusik kommt hierbei sicherlich nicht zu kurz, was die zweite CD Tölzer Schützenmarsch beweist.

Bananafishbones mit der Tölzer Stadtkapelle
Bananafishbones mit der Tölzer Stadtkapelle

Ein Riesenerfolg war der gemeinsame Auftritt mit der Kultband Bananafishbones am 19. März 1999. Auf Einladung von Schlagzeuger Florian Rein, der selbst zehn Jahre Mitglied der Tölzer Stadtkapelle war, spielte man zur Tourneeeröffnung der Bananafishbones als Vorgruppe im damaligen Münchner Kunstpark Ost. Für den Erfolgssong Dinosaurs wurden extra Noten umgeschrieben, um gemeinsam spielen zu können. Die 3.000 Zuhörer waren begeistert. Dies war ein guter Grund, den "Gag" zu wiederholen. Zum Open Air in der Tölzer Markstraße waren 10.000 überwiegend jugendliche Besucher gekommen. Die meisten waren sichtlich erstaunt über diese abenteuerliche, musikalische Mischung, konnten aber spätestens bei der gemeinsamen Zugabe vom Gegenteil überzeugt werden.

Das 75-jährige Jubiläum wurde ganz nach oberbayerischem Brauch gefeiert. So zogen sich die Festivitäten über das ganze Jahr und erfreuten ein breites Publikum mit Jubiläumskonzert, Kirchenkonzert, Tag der Blasmusik mit den Isarwinkler Musikkapellen und zum Abschluss dem traditionellen Weihnachtskonzert.

Im Jahr 2001 wurde die zweite CD Tölzer Schützenmarsch mit viel Spaß und Freude der Musiker in den Bavaria Musikstudios in München produziert. Besonderer Dank gilt hierbei dem Tonmeister und Aufnahmeleiter Bernhard Hanke.

Im Januar 2003 organisierte die Fachzeitschrift Bayerische Blasmusik die clarino.nacht_der_bläser in Buchloe. Neben namhaften Interpreten wie Klaus Kreuzeder, die in verschiedenen Konzertsälen aufspielten, wurde die Tölzer Stadtkapelle gemeinsam mit den Bananafishbones engagiert. Speziell für diesen Auftritt arrangierte der in Blasmusikkreisen bekannte Komponist Franz Gerstbrein sechs Stücke der Bananafishbones für Rock- und Blasmusik. Das Publikum war begeistert und durch die Liveaufnahme entstand die dritte CD der Stadtkapelle. Beim einige Jahre stattfindenden Hillside-Festival der Bananafishbones durfte man mit dieser Einlage der Überraschungsgast zum Abschluss des Großspektakels sein.

Ebenfalls 2003 umrahmte die Tölzer Stadtkapelle zum vierten mal das Schützenfest in Beverungen in Nordrhein-Westfalen.

Im Januar 2005 wurde der letzte Wunsch des schrillen Münchner Modeschöpfers Rudolph "Mosi" Moshammer erfüllt, indem die Tölzer Stadtkapelle dessen Beerdigung musikalisch umrahmte. Moshammer wurde Opfer eines grausamen Mordes. Zur Beerdigung waren über 15.000 Trauergäste anwesend.

Beim 1. Europäischen Polizeimusikfestival in der Hacker-Pschorr Arena in Bad Tölz durfte neben den 5 Profiorchestern auch die Tölzer Stadtkapelle mitwirken.

Im August 2006 gestalteten die Bananafishbones ein Groß-Open Air in der Tölzer Markstraße. Beim Finale vor rund 10.000 Zuhörern und schönstem Wetter beteiligte sich die Stadtkapelle - inzwischen zum 5. Mal -  mit neuen Stücken von Franz Gerstbrein, komponiert und arrangiert für die Bananafishbones und Tölzer Stadtkapelle, zur Freude des Publikums.
Hier sind die Liveaufnahmen:

Guineapigs Phone Jimmy Corrigan Leprosy Easy Day

Ein geschichtsträchtiger Tag: 27. April 2007, Festzug zum Festabend der Tölzer Feuerschützen, die in der Wandelhalle ihr 500-jähriges Bestehen feiern. Zum ersten Mal seit bestehen der Tölzer Stadtkapelle beinhaltet die angetretene Marschformation zwei Saxophone (!), was unter den restlichen Musikern zu regen Diskussionen führt. Natürlich ausschließlich positiv, man muss sich halt nur daran gewöhnen…

Im Herbst 2007 nimmt der Bund der bayerischen Gebirgsschützen seine dritte CD mit traditionellen, bayerischen Märschen auf. Die Stadtkapelle darf sich mit drei Stücken beteiligen und hat ihre vierte CD.

*** Bayerischer Meister 2008 ***

Siegerfoto in Memmingen

Urkunde

Den bis dato größten Erfolg der Geschichte der Tölzer Stadtkapelle durfte im April 2008 gefeiert werden. Von der erstmals ausgelobten "bayerischen Meisterschaft der Blasmusik" in der Oberstufe in Memmingen durfte die Stadtkapelle den Siegerpokal mit nach Hause nehmen.

Ein Bericht des Vorstands Florian Langeder:

"Die Geschichte beginnt ein Jahr früher im benachbarten Murnau. Dort fand ein musikalisches Wertungsspiel statt, zu dem wir uns angemeldet haben. In der sogenannten offenen Wertung werden 10 unterschiedliche musikalische Kriterien ähnlich dem Skispringen oder dem Eiskunstlauf von mehreren Juroren mittels aufzuzeigender Punktetafeln bewertet. Von den 100 möglichen erhielten wir 91 Punkte und somit eine Auszeichnung.
Ende 2007 beschloss der bayerische Musikbund, aus den mit Auszeichnung belobigten Kapellen pro Bezirk je eine auszuwählen und diese in einem weiterführenden Wettkampf gegeneinander antreten zu lassen. Genau 6 Wochen vorher erhielten die 9 Auserwählten ein unbekanntes Stück zugesandt um dieses, sowie ein weiteres selbst gewähltes, einzustudieren. Am 17. Februar durften wir mit den beiden Stücken im Gepäck nach Unterschleißheim fahren und dort am Entscheid von Ober- und Niederbayern teilnehmen. Die Freude war denkbar groß, als unser Sepp zum 2. Platz auf die Bühne gerufen wurde. Die ersten drei Sieger hatten sich ein Ticket zum Bayernentscheid nach Memmingen geholt.
Ein kleiner Begeisterungseinbruch fand dann zu Hause statt, als wir feststellten, genau an diesem Wochenende unsere neue CD Aufnahme geplant zu haben. Die Entscheidung war jedoch schnell getroffen und kurzerhand haben wir Tonstudio, Aufnahmeleiter und alles sonst Zugehörige abgesagt, um in Memmingen dabei zu sein.
Die Prozedur blieb die Gleiche. 6 Wochen vorher erhielten alle Teilnehmer wie schon fast gewohnt, ein unbekanntes Stück zum intensiven Studium. Ebenso musste, wie für Unterschleißheim, ein selbst gewähltes Stück vorbereitet werden.
Die Busfahrt dorthin verlief ungewohnt ruhig, was positiv vermuten ließ, vielleicht etwas mehr als den 9 Platz einzufahren. Unser Auftritt verlief zur großen Freude sehr gut, jedoch hatten wir die fünf Kapellen des Vormittags nicht gehört und wussten, es handelt sich hierbei sicher nicht um Anfänger. Die Anspannung war gefallen und die nächsten Stunden waren recht lustig und locker, hatten wir doch schon alles hinter uns. Zur Siegerehrung im voll besetzten Saal war dann nochmals Spannung angesagt und man kann förmlich behaupten, dass die Stadthalle in Memmingen gebrodelt hat. Chorgesänge der einzelnen Kapellen, Laolawellen und Kampfgebrüll führten zur richtigen Stimmung für die erwartete Verkündigung.
Die letzten vier wurden alphabetisch verlesen — wir waren nicht dabei. Platz 5, Platz 4, nicht wir, die Nerven angespannt, die Erwartung groß, Platz drei, Stadtkapelle Schongau, die uns noch in Unterschleißheim geschlagen hatte. Platz 1 und 2 noch offen, der Moderator schweift nochmals aus und dann die erlösenden Worte: Platz 2 geht an die Stadtkapelle Illertissen. Und eine Tölzer Stadtkapelle, die kurzzeitig beim Freudensprung keinen Boden unter den Füßen hat. Feuchte Augen und eine unbeschreibliche Erlösung. Wir haben gewonnen!
Wir haben die Augenblicke genossen, als unser Sepp den Pokal auf der Bühne in Empfang genommen hat. Wir haben gefeiert bis in den nächsten Morgen und wir haben noch heute eine Gänsehaut, wenn wir an diese schönen Augenblicke denken!
Einige Wochen später ehrte uns die Stadt Bad Tölz mit dem Eintrag ins goldene Buch. Somit sind wir jetzt unsterblich… Lächelnd"


Vom 23.-25. Mai 2008 durfte die Tölzer Stadtkapelle mit vielen anderen Blasmusik- und Folklorevereinen aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz an der Benedikt-Parade im Herzen von Rom teilnehmen. Dabei wurde Papst Benedikt von weit über 1.000 Musikern auf dem Petersplatz vor dem Vatikan ein Ständchen gespielt.

Am 21. September 2008 begann das Münchner Oktoberfest und die Tölzer Stadtkapelle war mit den Schützen und Spielmannszug beim Einzug in die Wiesn dabei. Das letzte Mal, als die Stadtkapelle mitmarschieren durfte, war beits im Jahr 1994.

Im März 2009 war wieder mal Tonstudiozeit und die Stadtkapelle holte die wegen dem Oberstufenwettbewerb verschobene Aufnahme nach. Es hat wie immer sehr großen Spaß gemacht und an den zwei Wochenenden hat die Tölzer Stadtkapelle ihre fünfte CD Goldene Blasmusik auf Festplatte gebracht.
Einen großen Dank an den Tonmeister und Aufnahmeleiter vom Dienst Bernd Hanke, der die Stadtkapelle wie immer bestens zum Ziel geführt hat.
Gut vier Wochen später konnte man zum Jahreskonzert, dem Muttertagskonzert, die neue CD mit großem Erfolg vorstellen.

*** Bayerischer Meister 2010 ***

Kaum zu glauben: Die Tölzer Stadtkapelle hat am 17. April 2010 beim 2. Oberstufenwettbewerb des Bayerischen Blasmusikverbandes in Volkach ihren Titel verteidigt!! Somit hat auch Dirigtent Sepp Kronwitter seine "Schulden" wegen der verlorenen Wette gegen die Kapelle eingelöst und sich zum Muttertagskonzert Dreadlocks machen lassen.

Sepp Kronwitter am Muttertagskonzert mit Dreadlocks

 

Siegerfoto in Volkach

 

Preisverleihung in Volkach

Urkunde

Ein Auszug aus der Moderation des Muttertagskonzertes von Vorstand Florian Langeder trifft es wohl am Besten:

„Vor dem nächsten Stück darf ich vielleicht doch im Namen der Stadtkapelle noch ein paar Worte zu unserem Großereignis verlieren.
Wir haben unser Frühjahrsmärchen wahr gemacht und können es noch gar nicht glauben. Mit einer Titelverteidigung haben wir wirklich nicht gerechnet, als wir am Abend vor dem 17. April innerhalb weniger Stunden alle 57 Musiker informieren mussten, dass wir wegen der Vulkanasche und der prognostizierten Verkehrsstörungen aufgrund des Flugverbots vorsichtshalber früher in Tölz abzufahren. Die Vorrundenwettkämpfe gingen an uns vorüber, da wir als Titelverteidiger gesetzt waren. Und doch trafen wir bei bester Laune in Volkach ein. Die Vorgehensweise war uns aus den letzten Wettbewerben schon bekannt. Sechs Wochen zuvor hat jede Kapelle ein unbekanntes Stück zum intensiven Studium erhalten. Parallel musste ein Selbstwahlstück der entsprechenden Kategorie vorbereitet werden. Mit in Volkach waren die drei Erstplazierten der jeweiligen Bezirksentscheide des Musikbund von Ober- und Niederbayern und dem Allgäu-Schwäbischen Musikbund, sowie die zwei Sieger aus dem Nordbayerischen Musikbund. Der Vortrag unserer beiden Stücke verlief unter ziemlich angespannten Nerven, in gewöhnungsbedürftiger Turnhallenakustik. Nach unserem Ermessen nicht schlecht - aber was heißt das schon. Da wir den zweitlängsten Anfahrtsweg hatten, war unser Auftritt der Vorletzte. Somit konnten wir also nur die noch nachfolgenden Schongauer hören. Und die waren hervorragend! Bis zur Preisverteilung vergingen gefühlte Stunden. Als es endlich so weit war, hat sich der Bayerische Blasmusikverband noch eine kleine Gemeinheit einfallen lassen. Die letzten vier Plätze wurden nicht verlesen. Es ging also von hinten bei Nummer 5 los. Als die Stadtkapelle Schongau zum Vizemeister ausgerufen wurde, war die Anspannung in der Stadtkapelle wohl auf dem Höhepunkt. Sind wir zwischen 5 und 9, oder haben wir es tatsächlich geschafft? Und dann endlich die erlösenden Worte: "Der neue Sieger und somit bayerischer Meister bleibt der alte - die Tölzer haben ihren Titel verteidigt!" Und eine Stadtkapelle, die an Jubel und Freude nicht mehr zu überbieten war.
Gerne möchte ich die Wertschätzung unserer Gegner ganz deutlich aussprechen. In Volkach waren die besten Musikkapellen Bayerns vertreten. Und bei so einem hochkarätigen Landesentscheid bestimmen Kleinigkeiten den Weg aufs Treppchen. Wir konnten mit unserem Vortrag die Jury an diesem Tag für uns gewinnen und das freut uns natürlich ganz arg!“

*** 3. Platz beim Oberstufenwettbewerb ***

im Rahmen des Landesmusikfestes in Weilheim 2012

3.Platz-Foto in Weilheim

Urkunde

Kaum zu glauben, aber Wahr. Die Tölzer Stadtkapelle steht nun zum dritten Mal von drei Wettbewerben auf dem Treppchen. Da waren selbst die Mitglieder der Stadtkapelle sprachlos, denn bei diesen hochkarätigen Mitbewerbern hätte niemand mit diesem Ergebnis gerechnet.